Rente mit 63 – Aus dem Generationenvertrag wird ein Generationenverrat!

Horst Meier aus Sindelfingen ist glücklich. Der Gewerkschaftler ist Facharbeiter bei Daimler und Mitglied der IG Metall. Er zahlt seit 42 Jahren seine Rentenbeiträge und kann nun dank dem neuen Rentenpaket, das am 23. Mai dieses Jahres mit großer Mehrheit von der Großen Koalition verabschiedet wurde, in drei Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Seine jahrelange Arbeit wird nun von der Politik anerkannt und belohnt. Und so wie in diesem Beispiel geht es vielen, die früh angefangen haben zu arbeiten und jahrzehntelang Beiträge zahlten. Doch was bedeutet Horst Meiers persönliches Glück für unsere Gesellschaft und vor allem für die jüngere Generation? Entgegen aller Sachverständigengutachten und sogar entgegen mancher Stimmen aus den eigenen Reihen beschloss die Bundesregierung das teure Rentenpaket und verprellte so unter anderem das jahrzehntelange SPD-Mitglied Franz Ruland, der 14 Jahre lang die Deutsche Rentenversicherung leitete und der sich nach eigener Aussage nicht mit einer Politik identifizieren kann, die, „die Erfolge der auf nachhaltige Finanzierung bedachten Rentenpolitik der letzten 20 Jahre zunichte macht“. Mehr lesen

Das schwarz-rote Rentenpaket – Zukunftsorientierte Reform oder kurzsichtige Klientelpolitik?

Das Rentenpaket der Großen Koalition, welches die Rente mit 63, die Mütterente und die Erwerbsminderungsrente beinhaltet, ist höchst umstritten. Während die Gegner darin lediglich ein teures Wahlgeschenk zu Lasten der jüngeren Generation ausmachen, betrachten es die Befürworter als einen entscheidenden Beitrag zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit. Mehr lesen