Renaissance des Hexagonalen

Renaissance des Hexagonalen

Think Ordo!-Gastautor Daniel Gottal von der Universität München fragt sich, warum Walter Euckens sechs konstituierende Prinzipien, die in stürmischen Zeiten ein „wirtschaftspolitischer Sextant“ sein können, heute keine Rolle mehr spielen sollen. Er fordert nicht weniger als eine „hexagonale Charta“, inspiriert von Walter Eucken. Mehr lesen

Google – Diktator der Informationen

„Wir haben Angst vor Google. Ich muss es einmal so klar und ehrlich sagen, denn das traut sich kaum einer meiner Kollegen.“ Dieser Satz stammt nicht etwa von einem überbesorgtem Datenschützer. Nein, er ist nachzulesen in einem offenen Brief in der FAZ vom 16. April dieses Jahres, geschrieben von Matthias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden des Axel Springer Verlags und damit dem de facto mächtigsten Mann in der deutschen Presselandschaft. Angst? Ja, sogar die BILD-Zeitung fürchtet sich! Und damit ist sie nicht alleine. Rund 400 Internetakteure haben sich der Klage mehrerer europäischer Presseverlage angeschlossen, in der Google beschuldigt wird, seine Monopolstellung auf illegale Weise auszunutzen und seine Position zu missbrauchen, um andere Wettbewerber zu schwächen. Durch diesen Zusammenschluss wollen Googles Gegner auf die Europäische Wettbewerbskommission Druck ausüben, sich des zweifelhaften Verhaltens Googles anzunehmen. Auch die Wettbewerbsbehörden in Indien, Südkorea und Argentinien untersuchen Googles Machenschaften aufgrund ähnlicher Vorwürfe. Diese Klagen, die mittlerweile also weltweit erhoben werden, zeigen, dass die Politik viel zu lange dem Treiben des mächtigsten Technik-Konzerns der Welt zugeschaut hat, der nun aufgrund seiner zunehmenden Beherrschung des Marktes auf dem besten Weg zu einem globalen Informationsmonopol ist.  Mehr lesen

Der Leviathan ist erwacht – die Große Koalition und die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft

Energiewende, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote… Die Liste der staatlichen Eingriffe, beschlossen im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, ist lang. Während wichtige nachhaltige Reformen wie diejenigen des Renten-, Steuer- und Gesundheitssystems trotz erdrückender parlamentarischer Mehrheit im Bundestag nicht angegangen werden, baut die Große Koalition mit ihrer geplanten Wirtschaftspolitik die Bürokratie weiter aus und verstärkt die Regulierung der deutschen Wirtschaft. Ökonomen und in erster Linie die Anhänger einer liberalen Wirtschaftsordnung befürchten, dass vor allem der damit einhergehende massive Ausbau des Wohlfahrtstaates die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig reduzieren wird. Insbesondere in Zeiten boomender Schwellenländer und der damit bevorstehenden Verschiebung der globalen Machtverhältnisse scheint es umso dringlicher, die deutsche Wirtschaft für den internationalen Wandel zu rüsten. Doch nach Jahren harter Reformen im Zuge der Agenda 2010 wird die unter Merkel begonnene Kuschelpolitik nun mit der SPD nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut. Mehr lesen

Solarsubventionen vermiesen die Energiewende!

Mit Hilfe hoher Subventionszahlungen ist in den vergangenen Jahren der Ausbau der erneuerbaren Energien durch das deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sukzessive vorangetrieben worden. Zu Beginn der Energiewende wurden dieser Ausbau und die damit verbundenen Belastungen durch steigende Subventionszahlungen von der Bevölkerung noch sehr positiv aufgenommen, doch inzwischen mehren sich die Zweifel an dieser Strategie. So verwundert es kaum, dass die Energiewende und die Reform des EEG zu den großen Themen der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD gehörten (und davor auch schon in den schwarz-grünen Sondierungsgesprächen ein zentraler Streitpunkt waren). Ein Weiter-so kann und wird es dabei kaum geben, denn der stark gestiegene Absatz von Solaranlagen führt – wie im Folgenden zu zeigen sein wird – dank garantierter Einspeisevergütungen direkt in eine energiepolitische Sackgasse! Mehr lesen

Vorbild China: Kann Europa vom chinesischen Föderalismus lernen?

Ein konstantes Wirtschaftswachstum von mindestens 7%, eine immer breiter werdende Mittelschicht und steigende Einkommen: Die Welt schaut auf China und ist jedes Mal aufs Neue verblüfft, wie es ein Land mit einem bis heute im Kern planwirtschaftlichen System schafft, den westlichen Marktwirtschaften Konkurrenz zu machen. Eine wichtige, im Westen bislang zu wenig wahrgenommene Ursache für Chinas Erfolg liegt in der speziellen Ausgestaltung des chinesischen Föderalismus. Betrachtet man die vertikale Verteilung der politischen Entscheidungskompetenzen, dann kann man heutzutage durchaus von einem „China der Regionen“ sprechen. Dieser Begriff erinnert unweigerlich an die – schon fast in Vergessenheit geraten Idee – eines „Europas der Regionen“, über die letztmals im Europäischen Konvent vor über zehn Jahren intensiver diskutiert wurde. Kann also Europa vom chinesischen Föderalismus lernen, um den europäischen Föderalismus effizienter zu gestalten? Mehr lesen

Solarsubventionen vermiesen die Energiewende!

Mit Hilfe hoher Subventionszahlungen ist in den vergangenen Jahren der Ausbau der erneuerbaren Energien durch das deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sukzessive vorangetrieben worden. Zu Beginn der Energiewende wurden dieser Ausbau und die damit verbundenen Belastungen durch die Subventionszahlungen von der Bevölkerung noch sehr positiv aufgenommen, doch inzwischen mehren sich die Zweifel an dieser Strategie. Tatsächlich führt der stark gestiegene Absatz von Solaranlagen dank garantierter Einspeisevergütungen direkt in eine energiepolitische Sackgasse. Mehr lesen

Zwischen Wettbewerb und Konsens: Eine ordnungspolitische Perspektive auf Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit

Die deutsche Volkswirtschaft steuert mitten in den Zeiten einer europäischen Krise der Vollbeschäftigung entgegen. Dank seiner hohen Exportquote ist das Land besser durch die letzten Jahre gekommen als die meisten anderen Euro-Staaten. Die enorme Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Vergleich zu seinen europäischen Partnern spiegelt sich in einer hohen Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen zu niedrigen Zinsen wider, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich gefördert wird. So schafft es Deutschland, im internationalen Wettbewerb (dauerhaft) Einkommen und ein hohes Beschäftigungsniveau zu generieren, ohne dass dabei die soziale Balance innerhalb der Gesellschaft aus den Fugen gerät. Diese positive Entwicklung ist Mehr lesen

Hayek liebt Bitcoins!

Bitcoins sind eine neuartige digitale Währung, die seit 2009 im Internet verfügbar ist und seitdem für hitzige Debatten sorgt. Vor allem die rasante Achterbahnfahrt des Kurses der Währung hat viel Aufmerksamkeit in den Medien und der Blogosphäre auf sich gezogen. Doch auch aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich spannende Fragen stellen: Wie rechtfertigt das neue virtuelle Geld eigentlich seine Daseinsberechtigung, wenn es doch bereits genügend andere „herkömmliche“ Zahlungsmittel gibt? Haben Bitcoins die gleichen Eigenschaften wie „normale“ Währungen? Und was hat der große Ordnungsökonom Friedrich August von Hayek mit Bitcoins zu tun? Ein Vergleich von Bitcoins und dem Euro liefert zu diesen Fragen faszinierende Mehr lesen

Die Zombifizierung Europas – ein Appell gegen die Niedrigzinspolitik der EZB

Erst vor wenigen Wochen warnte Yves Mersch, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, vor einer „zombiehaften“ Entwicklung in Europa. Als „Zombies“ werden zahlungsunfähige Banken bezeichnet, die allein durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbank noch am Leben gehalten werden. Gleichzeitig jedoch hält die EZB – um die Zinsen für die Krisenländer zu drücken – weiterhin an einer lockeren Geldpolitik mit einem Leitzins auf einem Rekordtief von 0,5% fest. Damit bereitet sie den Nährboden für die von ihr selbst befürchtete Zombifizierung. Ein rasches Umdenken der Notenbanker ist daher dringend notwendig, um ein weiteres Anschwellen der Zombie-Blase zu verhindern. Die EZB muss den Leitzins wieder anheben und damit die Überflutung der Märkte mit billigem Geld stoppen. Nur auf diese Weise kann die Zombifizierung Europas aufgehalten und ein Crash riesigen Ausmaßes vermieden werden!

Das beste Beispiel für die großen Gefahren Mehr lesen

Entnationalisierung jetzt!

Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank ist in Gefahr! In jüngster Zeit sind nationale Interessen in den Entscheidungen dieser eigentlich supranationalen Institution immer bedeutender geworden. Dabei sollte die EZB doch ursprünglich gerade nicht die Interessenvertretung einzelner Staaten oder ein weiteres Politikinstrument nationaler Regierungen sein, sondern sich einzig und allein dem Ziel der Geldwertstabilität verpflichtet fühlen – völlig unabhängig von nationalen Interessen und von nationalen Regierungen! Eine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse oder eine Konjunkturpolitik auf Kosten der Geldwertstabilität sollte es nicht geben.

Die Gründer der EZB wollten dieses Ziel mit allen seinen Mehr lesen