Studiengebühren: Politisch tot oder doch wieder salonfähig?

Studiengebühren: Politisch tot oder doch wieder salonfähig?

Das neue Gesetz zur Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende in Baden-Württemberg hat landesweit zu einer Welle der Empörung und zu zahlreichen Protesten geführt. Auch wenn Studiengebühren ein politisch unbeliebtes Thema sind, muss eine Debatte darüber im Hinblick auf eine nachhaltige Hochschulfinanzierung geführt werden. Mehr lesen

Renaissance des Hexagonalen

Renaissance des Hexagonalen

Think Ordo!-Gastautor Daniel Gottal von der Universität München fragt sich, warum Walter Euckens sechs konstituierende Prinzipien, die in stürmischen Zeiten ein „wirtschaftspolitischer Sextant“ sein können, heute keine Rolle mehr spielen sollen. Er fordert nicht weniger als eine „hexagonale Charta“, inspiriert von Walter Eucken. Mehr lesen

Europa: A House Divided

Europa: A House Divided

Am Vorabend des amerikanischen Sezessionskrieges sagte Abraham Lincoln: „A House divided against itself cannot stand.“ Ähnlich wie die damalige “American Union” ist die Europäische Union derzeit politisch in zwei Lager gespalten. Um diese Spaltung zu überwinden, müsste die EU dringend ihre institutionellen Probleme lösen, doch dafür muss sie zunächst wieder ein gemeinsames Haus werden. Mehr lesen

Haushaltskonsolidierung in Europa: Notwendigkeit oder Dummheit?

Dieser Beitrag wurde mit dem 2. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

Nehmt das Sparprogramm und haut hier ab!“, mit diesen harschen Worten betitelte ein Online-Artikel der Süddeutschen Zeitung den Besuch der Bundeskanzlerin in Athen. Tausende aufgebrachter Griechen gingen in den Tagen vor dem Staatsbesuch auf die Straßen, um ihren Unmut über das ausländische Spardiktat kundzutun. Anderthalb Jahre sind nun vergangen und der harte Sparkurs, der den Krisenländern in der europäischen Peripherie auferlegt wurde, wird bis heute eifrig weiterverfolgt. Doch was hat sich seit den Demonstrationen getan? Hat sich die Lage dank der Sparanstrengungen zum Besseren gewendet? Oder sind die Zweifel an der Sparpolitik – damals wie heute – womöglich berechtigt? Mehr lesen

Haushaltskonsolidierung in der EU – Der Weg aus dem Trauertal?

Dieser Beitrag wurde mit dem 3. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

„Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an als eine demokratische Regierung eine Budgetreserve.“ (Joseph Alois Schumpeter)

„Man hätte einfach nur die schwäbische Hausfrau fragen sollen (…) Sie hätte uns eine Lebensweisheit gesagt: Man kann nicht auf Dauer über seine Verhältnisse leben.“ (Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesparteitag der CDU, 2008)

Seit Jahren begleiten Krisen die europäische und außereuropäische Wirtschaft. Selbst Schüler beherrschen bereits das Krisenvokabular: Immobilienkrise, Schuldenkrise, Arbeitslosenkrise, Eurokrise, Finanzkrise. Die deutsche Kanzlerin und ihr Finanzminister kennen das Allheilmittel zur Bewältigung von Wirtschaftskrisen jeglicher Art, es heißt: Austerität. Dieses Heilmittel gehört zur Klasse der Volksmedizin. Danach gilt: Jeder Staat muss einfach nur seinen Haushalt konsolidieren und dadurch wettbewerbsfähiger werden. Das ist so einfach, dass es an jedem Stammtisch verstanden wird. Und so reden die Politiker, mit Ausnahme von einigen wenigen, ständig und überall vom Sparen. Alle Europäer sollen immer und überall sparen. Nur so könne die Krise bewältigt werden. Doch liegt hier schon der erste Stolperstein im politischen Pflaster. Austerität wird nämlich in Deutschland von den meisten Politikern sowie von den Medien mit „Sparen“ gleichgesetzt. Das ist zu kurzgegriffen.

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