2. Think Ordo!-Essaywettbewerb

2. Think Ordo!-Essaywettbewerb

Zum 100. Blogbeitrag laden der studentische Blog „Think Ordo! – Ordnungspolitik neu denken“ und der Lehrstuhl von Prof. Krieger die Freiburger Studierenden und Doktoranden der Volkswirtschaftslehre und anderer Fächer zur Teilnahme am 2. Think Ordo!-Essaywettbewerb ein. Das Thema lautet:

Der Ordoliberalismus: Fluch oder Segen für Europa?

Einsendeschluss für die Beiträge ist der 15. Dezember 2016. Alle Beiträge (Länge: maximal 1000 Wörter) sind per Email (lskrieger@vwl.uni-freiburg.de) bei der Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik einzureichen. Rückfragen werden gerne unter derselben Email-Adresse beantwortet. Mehr lesen

Sollen die Bürger jetzt auch noch die Stromkonzerne retten?

Was soll als nächstes kommen? Banken, Stromkonzerne und morgen vielleicht auch noch die Pharmaindustrie? Der Vorschlag der Energiekonzerne, den Rückbau der Kernkraftwerke mittels eines staatlichen Fonds finanziell zu unterstützen, stößt auf Unverständnis und Kritik. Wieso sollen milliardenschwere Konzerne, wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe, die in Spitzenzeiten durch die Atomkraft bis zu vier Milliarden Euro Gewinn pro Jahr erzielten, mit Steuergeldern gefüttert werden? Der eine oder andere Steuerzahler fragt sich hier – zu Recht – was soll das? Doch was in einer ersten Welle der Entrüstung als utopischer Vorschlag abgetan wurde, wird nun ernsthaft diskutiert. Mehr lesen

Mindestlohn – Goldene Regel oder Bulldozer?

„Jeder soll sich sein Frühstücksei leisten können“, sagte einst Bundeskanzlerin Angela Merkel, um zu verdeutlichen, dass sie bezahlbare Preise für Lebensmittel für alle Bevölkerungsschichten wünscht. Doch warum ist solch ein Satz überhaupt nötig? Offenbar braucht man ihn deshalb, weil es Arbeitnehmer gibt, die allein durch ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt nur schwer oder eingeschränkt bis gar nicht bestreiten können. Der Datenreport 2013 des statischen Bundesamtes belegt, dass trotz steigendem Durchschnittseinkommen die Armutsgefährdung in der Bevölkerung zunimmt. Als armutsgefährdet gilt dabei, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens bzw. des Medianeinkommens verdient. Für Singles liegt diese Grenze derzeit bei 952 Euro netto im Monat. Unterhalb dieser Schwelle befinden sich in Deutschland nicht weniger als 15,8 Prozent der Bevölkerung. Nicht zuletzt unter diesem Blickwinkel soll gemäß dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition am 1. Januar 2015 bundesweit ein allgemeiner Mindestlohn in allen Branchen eingeführt werden. Mehr lesen

Der Leviathan ist erwacht – die Große Koalition und die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft

Energiewende, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote… Die Liste der staatlichen Eingriffe, beschlossen im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, ist lang. Während wichtige nachhaltige Reformen wie diejenigen des Renten-, Steuer- und Gesundheitssystems trotz erdrückender parlamentarischer Mehrheit im Bundestag nicht angegangen werden, baut die Große Koalition mit ihrer geplanten Wirtschaftspolitik die Bürokratie weiter aus und verstärkt die Regulierung der deutschen Wirtschaft. Ökonomen und in erster Linie die Anhänger einer liberalen Wirtschaftsordnung befürchten, dass vor allem der damit einhergehende massive Ausbau des Wohlfahrtstaates die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig reduzieren wird. Insbesondere in Zeiten boomender Schwellenländer und der damit bevorstehenden Verschiebung der globalen Machtverhältnisse scheint es umso dringlicher, die deutsche Wirtschaft für den internationalen Wandel zu rüsten. Doch nach Jahren harter Reformen im Zuge der Agenda 2010 wird die unter Merkel begonnene Kuschelpolitik nun mit der SPD nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut. Mehr lesen

Die Zombifizierung Europas – ein Appell gegen die Niedrigzinspolitik der EZB

Erst vor wenigen Wochen warnte Yves Mersch, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, vor einer „zombiehaften“ Entwicklung in Europa. Als „Zombies“ werden zahlungsunfähige Banken bezeichnet, die allein durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbank noch am Leben gehalten werden. Gleichzeitig jedoch hält die EZB – um die Zinsen für die Krisenländer zu drücken – weiterhin an einer lockeren Geldpolitik mit einem Leitzins auf einem Rekordtief von 0,5% fest. Damit bereitet sie den Nährboden für die von ihr selbst befürchtete Zombifizierung. Ein rasches Umdenken der Notenbanker ist daher dringend notwendig, um ein weiteres Anschwellen der Zombie-Blase zu verhindern. Die EZB muss den Leitzins wieder anheben und damit die Überflutung der Märkte mit billigem Geld stoppen. Nur auf diese Weise kann die Zombifizierung Europas aufgehalten und ein Crash riesigen Ausmaßes vermieden werden!

Das beste Beispiel für die großen Gefahren Mehr lesen

Think Ordo! – Ordnungspolitik neu denken!

Getreu diesem Motto möchten wir in unserem Blog ab sofort aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik vorstellen, diskutieren und kommentieren – inspiriert von der klassischen Ordnungspolitik und in der Tradition der “Freiburger Schule”.

“Wir” – das sind Freiburger Studierende, die im Rahmen der Lehrveranstaltung „Economics Blog“ der Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg einen Beitrag zur öffentlichen Debatte aktueller ordnungs- und wirtschaftspolitischer Themen leisten wollen.

Mittels dieses Blogs wollen wir auch selbst zu einem Teil der öffentlichen Debatte werden und freuen uns über kritische und lobende Stimmen. Interessierte Leser, Kommentare, Anregungen und Feedbacks sind herzlich willkommen.

Viel Vergnügen beim Nachlesen, Nachdenken und Mitreden auf unserem Blog.

In diesem Sinne ….. „Think Ordo!“