Ludwig Erhard, Mario Draghi und die Psychologie in der Wirtschafts- und Geldpolitk

Ludwig Erhard, Mario Draghi und die Psychologie in der Wirtschafts- und Geldpolitk

„Whatever it takes“. Mit diesem Satz kündigte Mario Draghi im Jahr 2012 an, die Europäische Zentralbank (EZB) würde alles tun, um ein Zusammenbrechen des Euro zu verhindern. Im Anschluss fielen die Zinsen auf Staatsanleihen in den europäischen Krisenländern, ohne dass die EZB tatsächlich handeln musste. Dass Psychologie wirksam Geld- und Wirtschaftspolitik macht, erkannte ein Anderer schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg: Ludwig Erhard.

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Renaissance des Hexagonalen

Renaissance des Hexagonalen

Think Ordo!-Gastautor Daniel Gottal von der Universität München fragt sich, warum Walter Euckens sechs konstituierende Prinzipien, die in stürmischen Zeiten ein „wirtschaftspolitischer Sextant“ sein können, heute keine Rolle mehr spielen sollen. Er fordert nicht weniger als eine „hexagonale Charta“, inspiriert von Walter Eucken. Mehr lesen

Kritik am Rekordüberschuss der deutschen Leistungsbilanz: Besteht Handlungsbedarf?

Kritik am Rekordüberschuss der deutschen Leistungsbilanz: Besteht Handlungsbedarf?

Wegen seiner Rekordüberschüsse in der Leistungsbilanz steht Deutschland international vehement in der Kritik. Angesichts der sehr unterschiedlichen Ursachen des Überschusses ist davon abzuraten, ihn kurzfristig mithilfe wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu reduzieren. Die Bundesregierung sollte jedoch trotzdem Handlungsbereitschaft signalisieren. Mehr lesen

Der Ordoliberalismus: Fluch oder Segen für Europa?

Der Ordoliberalismus: Fluch oder Segen für Europa?

Dieser Beitrag wurde mit dem dritten Preis des 2. Think Ordo!-Essaywettbewerbs ausgezeichnet.

Spätestens seit dem Jahr 2008, als die Finanzkrise begann, ist der Glaube an die Europäische Finanz- und Ordnungspolitik zerrüttet. Auf dem sinkenden Schiff Europa sind jeglicher Idealismus und die stolz hochgehaltenen Prinzipien verflogen. In dieser existenziellen Krise stehen die Kapitäne der EU vor dem nahezu unlösbaren Dilemma, zu entscheiden, wer auf die Rettungsboote darf und wer zurückbleiben muss. Nicht jeder kann gerettet, nicht jedes Prinzip eingehalten werden, aber vielleicht lässt sich so wenigstens noch der Kern der EU retten. Mehr lesen

Helikoptergeld: Nach uns die Sintflut?

Helikoptergeld: Nach uns die Sintflut?

Angesicht der immer noch schwächelnden Wirtschaft der Eurozone werden die Lösungsvorschläge immer kreativer. Vor einigen Tagen schlug der Wirtschaftsblogger Michael Stöcker ein „zentralbankfinanziertes Bürgergeld“ vor. Der Vorschlag ist zwar gut gemeint, übersieht jedoch einige Probleme der Eurozone. Mehr lesen

Super Mario vs. Bitcoin: Knock-out für die EZB?

Super Mario vs. Bitcoin: Knock-out für die EZB?

Mario Draghi hat mit seiner EZB den Euro gerettet, doch die südlichen Länder der Eurozone bleiben wirtschaftlich gelähmt. Hat die klassische Geldpolitik ausgedient? Längst gibt es eine Alternative in Form der Internetwährung Bitcoin. Als Bitcoin-Zone wäre Europa besser durch die Finanzkrise gekommen. Mehr lesen

Nicht nur riskant, sondern auch gefährlich: Die Politik des Herrn Draghi

Nicht nur riskant, sondern auch gefährlich: Die Politik des Herrn Draghi

Wie anders könnte man die derzeitige europäische Geldpolitik nennen als einen Ritt auf der Rasierklinge? Mario Draghi riskiert mit seiner Geldpolitik nicht nur den Reformwillen der Krisenstaaten und stärkt nationalistische Kräfte, sondern verspielt auch die politische Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank.

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Die Eurokrise ist vorbei!

Wirtschaftspolitische Debatten in Deutschland sind zuweilen bemerkenswert. Bemerkenswert in zweierlei Sinne. Zum einen, da sie sich geldpolitisch in einer schon fast dogmenartig (leider oft auch mit dem Etikett „ordnungspolitisch“ versehenen) „deutschen“ Tradition bewegen, ganz gleich was auf den internationalen Finanzmärkten gerade so geschieht. Zum anderen, weil im Normalfall ihre Einschätzung der Lage nicht zwingend mit der Sicht der restlichen Welt übereinstimmt. Nun muss beides nicht bedeuten, falsch zu liegen. Aber es bedeutet eben auch nicht unbedingt, Recht zu haben. Aber der Reihe nach…  Mehr lesen

Why we need a temporary non-structural stimulus program to alleviate the severity of the ‘Eurocrisis’

Dieser Beitrag wurde mit dem 1. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

Europe’s economic crisis lingers for the fifth year. Scores of young unemployed in southern Europe await hopelessly an economic recovery while their governments reduce spending, thereby further deepening the crisis. Although austerity measures have reduced bond yields and show first signs of success, the prolonged recession kicked an entire generation of young people out of employment and risks creating a ‘lost generation’. The popularity of xenophobic and populist fringe parties shows that the damage caused to the European integration process could be permanent. It is essential that we be aware of the hazards of inaction and bring forward a powerful response to the economic crisis. Mehr lesen

Hayek liebt Bitcoins!

Bitcoins sind eine neuartige digitale Währung, die seit 2009 im Internet verfügbar ist und seitdem für hitzige Debatten sorgt. Vor allem die rasante Achterbahnfahrt des Kurses der Währung hat viel Aufmerksamkeit in den Medien und der Blogosphäre auf sich gezogen. Doch auch aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich spannende Fragen stellen: Wie rechtfertigt das neue virtuelle Geld eigentlich seine Daseinsberechtigung, wenn es doch bereits genügend andere „herkömmliche“ Zahlungsmittel gibt? Haben Bitcoins die gleichen Eigenschaften wie „normale“ Währungen? Und was hat der große Ordnungsökonom Friedrich August von Hayek mit Bitcoins zu tun? Ein Vergleich von Bitcoins und dem Euro liefert zu diesen Fragen faszinierende Mehr lesen