Renaissance des Hexagonalen

Renaissance des Hexagonalen

Think Ordo!-Gastautor Daniel Gottal von der Universität München fragt sich, warum Walter Euckens sechs konstituierende Prinzipien, die in stürmischen Zeiten ein „wirtschaftspolitischer Sextant“ sein können, heute keine Rolle mehr spielen sollen. Er fordert nicht weniger als eine „hexagonale Charta“, inspiriert von Walter Eucken. Mehr lesen

Die Eurokrise ist vorbei!

Wirtschaftspolitische Debatten in Deutschland sind zuweilen bemerkenswert. Bemerkenswert in zweierlei Sinne. Zum einen, da sie sich geldpolitisch in einer schon fast dogmenartig (leider oft auch mit dem Etikett „ordnungspolitisch“ versehenen) „deutschen“ Tradition bewegen, ganz gleich was auf den internationalen Finanzmärkten gerade so geschieht. Zum anderen, weil im Normalfall ihre Einschätzung der Lage nicht zwingend mit der Sicht der restlichen Welt übereinstimmt. Nun muss beides nicht bedeuten, falsch zu liegen. Aber es bedeutet eben auch nicht unbedingt, Recht zu haben. Aber der Reihe nach…  Mehr lesen

Sollen die Bürger jetzt auch noch die Stromkonzerne retten?

Was soll als nächstes kommen? Banken, Stromkonzerne und morgen vielleicht auch noch die Pharmaindustrie? Der Vorschlag der Energiekonzerne, den Rückbau der Kernkraftwerke mittels eines staatlichen Fonds finanziell zu unterstützen, stößt auf Unverständnis und Kritik. Wieso sollen milliardenschwere Konzerne, wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe, die in Spitzenzeiten durch die Atomkraft bis zu vier Milliarden Euro Gewinn pro Jahr erzielten, mit Steuergeldern gefüttert werden? Der eine oder andere Steuerzahler fragt sich hier – zu Recht – was soll das? Doch was in einer ersten Welle der Entrüstung als utopischer Vorschlag abgetan wurde, wird nun ernsthaft diskutiert. Mehr lesen

Mindestlohn – Goldene Regel oder Bulldozer?

„Jeder soll sich sein Frühstücksei leisten können“, sagte einst Bundeskanzlerin Angela Merkel, um zu verdeutlichen, dass sie bezahlbare Preise für Lebensmittel für alle Bevölkerungsschichten wünscht. Doch warum ist solch ein Satz überhaupt nötig? Offenbar braucht man ihn deshalb, weil es Arbeitnehmer gibt, die allein durch ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt nur schwer oder eingeschränkt bis gar nicht bestreiten können. Der Datenreport 2013 des statischen Bundesamtes belegt, dass trotz steigendem Durchschnittseinkommen die Armutsgefährdung in der Bevölkerung zunimmt. Als armutsgefährdet gilt dabei, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens bzw. des Medianeinkommens verdient. Für Singles liegt diese Grenze derzeit bei 952 Euro netto im Monat. Unterhalb dieser Schwelle befinden sich in Deutschland nicht weniger als 15,8 Prozent der Bevölkerung. Nicht zuletzt unter diesem Blickwinkel soll gemäß dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition am 1. Januar 2015 bundesweit ein allgemeiner Mindestlohn in allen Branchen eingeführt werden. Mehr lesen

Der Leviathan ist erwacht – die Große Koalition und die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft

Energiewende, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote… Die Liste der staatlichen Eingriffe, beschlossen im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, ist lang. Während wichtige nachhaltige Reformen wie diejenigen des Renten-, Steuer- und Gesundheitssystems trotz erdrückender parlamentarischer Mehrheit im Bundestag nicht angegangen werden, baut die Große Koalition mit ihrer geplanten Wirtschaftspolitik die Bürokratie weiter aus und verstärkt die Regulierung der deutschen Wirtschaft. Ökonomen und in erster Linie die Anhänger einer liberalen Wirtschaftsordnung befürchten, dass vor allem der damit einhergehende massive Ausbau des Wohlfahrtstaates die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig reduzieren wird. Insbesondere in Zeiten boomender Schwellenländer und der damit bevorstehenden Verschiebung der globalen Machtverhältnisse scheint es umso dringlicher, die deutsche Wirtschaft für den internationalen Wandel zu rüsten. Doch nach Jahren harter Reformen im Zuge der Agenda 2010 wird die unter Merkel begonnene Kuschelpolitik nun mit der SPD nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut. Mehr lesen

Schluss mit seichten Kompromissen – wir brauchen eine echte Reform der Krankenversicherung!

Der demographische Wandel und der medizinische Fortschritt setzen dem deutschen Gesundheitssystem gewaltig zu. In den nächsten Jahren ist eine Kostenexplosion zu befürchten, da einerseits die altersbedingten Leiden zunehmen und andererseits immer mehr teure Behandlungsverfahren zur Verfügung stehen, die man kranken Menschen mit gutem Gewissen kaum vorenthalten kann. Es besteht also die Notwendigkeit, das deutsche Krankenversicherungssystem nachhaltig zu reformieren, um den kommenden Herausforderungen begegnen zu können. Wie eine solche Reform aussehen soll, darüber scheiden sich – wieder einmal – die (politischen) Geister, nachdem SPD und Grüne in ihren aktuellen Wahlprogrammen für die kommende Bundestagswahl eine Bürgerversicherung vorgeschlagen haben. Wie ist dieser Vorschlag aus ordnungspolitischer Sicht zu bewerten? Mehr lesen

Zwischen Wettbewerb und Konsens: Eine ordnungspolitische Perspektive auf Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit

Die deutsche Volkswirtschaft steuert mitten in den Zeiten einer europäischen Krise der Vollbeschäftigung entgegen. Dank seiner hohen Exportquote ist das Land besser durch die letzten Jahre gekommen als die meisten anderen Euro-Staaten. Die enorme Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Vergleich zu seinen europäischen Partnern spiegelt sich in einer hohen Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen zu niedrigen Zinsen wider, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich gefördert wird. So schafft es Deutschland, im internationalen Wettbewerb (dauerhaft) Einkommen und ein hohes Beschäftigungsniveau zu generieren, ohne dass dabei die soziale Balance innerhalb der Gesellschaft aus den Fugen gerät. Diese positive Entwicklung ist Mehr lesen

Ihr wollt Wachstum? Dann macht eure Hausaufgaben!

Was braucht Europa in der Krise am Dringendsten? Hunderttausende junge Menschen vor allem in Südeuropa würden darauf wohl spontan antworten: Arbeitsplätze und Wachstum! Die Rufe nach politischem Handeln, um der katastrophalen Situation der Jugend in Europa zu begegnen, werden daher immer lauter. Die politischen Vorschläge gehen dabei in aller Regel nicht über Rufe nach immer neuen Konjunkturpaketen und Milliardenspritzen hinaus. Dabei bräuchte Europa etwas ganz anderes: Wachstum durch Wettbewerb!

Europas politische Eliten diskutieren aktuell mit Inbrunst über Mehr lesen