Ordnungspolitik 4.0: Eine Revolution, die auf sich warten lässt

Ordnungspolitik 4.0: Eine Revolution, die auf sich warten lässt

Die Unternehmen im Silicon Valley profitieren unentwegt von der Datenflut der heutigen Zeit. Monopolartige Tendenzen erscheinen am Horizont, während die Politik nicht einmal sicher ist, was Daten überhaupt sind und wem sie gehören.

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Die Plutonomie: Der Totengräber der demokratischen Gesellschaft

Im Jahr 1994 war die Welt noch in Ordnung: Forrest Gump lief über die Kinoleinwände und ließ die Kinozuschauer ungebrochen optimistisch in die Zukunft blicken. Der gleichnamige Film stand als eine Art Abbild des American Way of Life in der damaligen Kinolandschaft und verbreitete seine These, dass die demokratische pluralistische Gesellschaft Chancengleichheit in Bezug auf Bildung, sozialen und materiellen Aufstieg biete und dass auf freien Märkten die Selbstverwirklichung und das Streben nach Glück eines jeden Individuums verwirklicht werden könne. Dass dieses Bild eher als utopisch denn realistisch beschrieben werden muss, ist im Prinzip seit Karl Marx bekannt, erlebt jedoch zur Zeit durch das Buch „Das Kapital des 21. Jahrhunderts“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty eine mediale Renaissance. Verstärkt rückt hierdurch der öffentliche Fokus auf die Pro­blematiken von Geld und Macht mit den daraus resultierenden Ungleichheiten und Gefahren für die gesamte Ge­sellschaft. Der Hype um Pikettys Buch verwundert dahingehend, dass bereits zehn Jahre nach Forrest Gump und zehn Jahre vor dem „Kapital des 21. Jahrhunderts“ in den USA eine Tendenz zu einer neuen und unheimlichen Abart des Kapitalismus aufgedeckt wurde, die Piketty allenfalls andeutet, der Plutonomie. Mehr lesen