Olympia in Brasilien – Sport ohne Gewissen

Olympia in Brasilien – Sport ohne Gewissen

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sind vorbei und die bereits vor der Eröffnung hitzig geführte Debatte, ob sich die Veranstaltung für das Land gelohnt hat, stellt sich umso mehr. Die langfristigen ökonomischen Wirkungen bleiben unklar, sicher ist nur, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung aus den Spielen keinen Nutzen zieht.  Mehr lesen

Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien – Spiele statt Brot?

Brennende Autos, Straßenschlachten und Massenproteste – ausgerechnet in Brasilien, wo Fußball wie in kaum einem anderen Land zum nationalen Bewusstsein gehört, zogen vor mittlerweile gut einem Jahr im Vorfeld des Confederations Cup hunderttausende Menschen auf die Straßen, um gegen die Milliardenausgaben für die Weltmeisterschaft zu demonstrieren. Selbst FIFA-Präsident Joseph S. Blatter musste sich damals fragen: Habe man bei der WM-Vergabe vielleicht falsch gewählt? Dabei hatten doch bereits die Olympischen Sommerspiele 2008 in China, die Fußball-WM 2010 in Südafrika oder die Olympischen Winterspiele 2014 in Russland gezeigt: es ist längst keine Seltenheit mehr, dass sich Entwicklungs- und Schwellenländern als Gastgeber für internationale Sportgroßveranstaltungen präsentieren. Und bisher wurde dies vom Großteil der dortigen Bevölkerung immer begeistert gefeiert. Letztendlich blieb auch in Brasilien die Angst davor, dass die WM von gewaltsamen Demonstrationen überschattet werden könnte, unbegründet. Vielmehr ist die Wut der Bevölkerung Fußballeuphorie und Feierlaune gewichen. War die aufstrebende Industrienation Brasilien nun also doch der richtige Austragungsort? Nein. Denn angesichts erheblicher infrastruktureller Rückstände gleicht die Durchführung eines Sportevents wie eine Fußball-WM für ein Schwellenland volkswirtschaftlichem Irrsinn. Mehr lesen