2. Think Ordo!-Essaywettbewerb

2. Think Ordo!-Essaywettbewerb

Zum 100. Blogbeitrag laden der studentische Blog „Think Ordo! – Ordnungspolitik neu denken“ und der Lehrstuhl von Prof. Krieger die Freiburger Studierenden und Doktoranden der Volkswirtschaftslehre und anderer Fächer zur Teilnahme am 2. Think Ordo!-Essaywettbewerb ein. Das Thema lautet:

Der Ordoliberalismus: Fluch oder Segen für Europa?

Einsendeschluss für die Beiträge ist der 15. Dezember 2016. Alle Beiträge (Länge: maximal 1000 Wörter) sind per Email (lskrieger@vwl.uni-freiburg.de) bei der Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik einzureichen. Rückfragen werden gerne unter derselben Email-Adresse beantwortet. Mehr lesen

Die Eurokrise ist vorbei!

Wirtschaftspolitische Debatten in Deutschland sind zuweilen bemerkenswert. Bemerkenswert in zweierlei Sinne. Zum einen, da sie sich geldpolitisch in einer schon fast dogmenartig (leider oft auch mit dem Etikett „ordnungspolitisch“ versehenen) „deutschen“ Tradition bewegen, ganz gleich was auf den internationalen Finanzmärkten gerade so geschieht. Zum anderen, weil im Normalfall ihre Einschätzung der Lage nicht zwingend mit der Sicht der restlichen Welt übereinstimmt. Nun muss beides nicht bedeuten, falsch zu liegen. Aber es bedeutet eben auch nicht unbedingt, Recht zu haben. Aber der Reihe nach…  Mehr lesen

Why we need a temporary non-structural stimulus program to alleviate the severity of the ‘Eurocrisis’

Dieser Beitrag wurde mit dem 1. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

Europe’s economic crisis lingers for the fifth year. Scores of young unemployed in southern Europe await hopelessly an economic recovery while their governments reduce spending, thereby further deepening the crisis. Although austerity measures have reduced bond yields and show first signs of success, the prolonged recession kicked an entire generation of young people out of employment and risks creating a ‘lost generation’. The popularity of xenophobic and populist fringe parties shows that the damage caused to the European integration process could be permanent. It is essential that we be aware of the hazards of inaction and bring forward a powerful response to the economic crisis. Mehr lesen

Haushaltskonsolidierung in Europa: Notwendigkeit oder Dummheit?

Dieser Beitrag wurde mit dem 2. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

Nehmt das Sparprogramm und haut hier ab!“, mit diesen harschen Worten betitelte ein Online-Artikel der Süddeutschen Zeitung den Besuch der Bundeskanzlerin in Athen. Tausende aufgebrachter Griechen gingen in den Tagen vor dem Staatsbesuch auf die Straßen, um ihren Unmut über das ausländische Spardiktat kundzutun. Anderthalb Jahre sind nun vergangen und der harte Sparkurs, der den Krisenländern in der europäischen Peripherie auferlegt wurde, wird bis heute eifrig weiterverfolgt. Doch was hat sich seit den Demonstrationen getan? Hat sich die Lage dank der Sparanstrengungen zum Besseren gewendet? Oder sind die Zweifel an der Sparpolitik – damals wie heute – womöglich berechtigt? Mehr lesen

Haushaltskonsolidierung in der EU – Der Weg aus dem Trauertal?

Dieser Beitrag wurde mit dem 3. Preis des 1. Think Ordo!-Essay-Wettbewerbs zum Thema „Haushaltskonsolidierung in Europa“ ausgezeichnet.

„Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an als eine demokratische Regierung eine Budgetreserve.“ (Joseph Alois Schumpeter)

„Man hätte einfach nur die schwäbische Hausfrau fragen sollen (…) Sie hätte uns eine Lebensweisheit gesagt: Man kann nicht auf Dauer über seine Verhältnisse leben.“ (Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesparteitag der CDU, 2008)

Seit Jahren begleiten Krisen die europäische und außereuropäische Wirtschaft. Selbst Schüler beherrschen bereits das Krisenvokabular: Immobilienkrise, Schuldenkrise, Arbeitslosenkrise, Eurokrise, Finanzkrise. Die deutsche Kanzlerin und ihr Finanzminister kennen das Allheilmittel zur Bewältigung von Wirtschaftskrisen jeglicher Art, es heißt: Austerität. Dieses Heilmittel gehört zur Klasse der Volksmedizin. Danach gilt: Jeder Staat muss einfach nur seinen Haushalt konsolidieren und dadurch wettbewerbsfähiger werden. Das ist so einfach, dass es an jedem Stammtisch verstanden wird. Und so reden die Politiker, mit Ausnahme von einigen wenigen, ständig und überall vom Sparen. Alle Europäer sollen immer und überall sparen. Nur so könne die Krise bewältigt werden. Doch liegt hier schon der erste Stolperstein im politischen Pflaster. Austerität wird nämlich in Deutschland von den meisten Politikern sowie von den Medien mit „Sparen“ gleichgesetzt. Das ist zu kurzgegriffen.

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