Gut gemeint ist nicht gut gemacht: Warum eine Erhöhung des Mindestlohns nicht vor Armut schützt

Gut gemeint ist nicht gut gemacht: Warum eine Erhöhung des Mindestlohns nicht vor Armut schützt

Politiker verschiedener Parteien fordern, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen, um Geringverdiener vor Armut zu schützen. Dadurch soll der Lohn am Ende ihres Arbeitslebens für eine Rente über dem Niveau der Grundsicherung reichen. Doch genau dieses Vorhaben kann für Armut bei den Betroffenen sorgen.

Mehr lesen
Made in Pakistan: Werden deutsche Gerichte die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern verbessern?

Made in Pakistan: Werden deutsche Gerichte die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern verbessern?

Vier Jahre nach der Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises im pakistanischen Karachi mit 260 Toten ziehen Überlebende und Angehörige gegen die Modekette KiK vor das Landgericht Dortmund. Damit wird endlich die Frage vor Gericht diskutiert, ob hiesige Unternehmen für die Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferer im Ausland haften. Mehr lesen

Frau Kippings „Old Deal gegen den Terror“

Frau Kippings „Old Deal gegen den Terror“

Die Linken-Chefin Katja Kipping fordert einen „New Deal gegen den Terror“. Doch ihre Lösungsvorschläge – eine Sozialpolitik nach dem Gießkannen-Prinzip und der Verzicht auf Militäraktionen – sind altbacken und basieren zudem auf falschen Annahmen.

Mehr lesen

Biogas: Alternative Energie auf Kosten der dritten Welt?

Biogas: Alternative Energie auf Kosten der dritten Welt?

Biogas gilt als eine hoch attraktive alternative Energiequelle und wird stark gefördert, doch seine Förderung belastet die Umwelt. Sind wir auf dem Weg, unsere Felder zu Monokulturen zwecks besonders effizienter Herstellung von Biogas zu entwickeln? Oder ist Biogas die Möglichkeit, dem Klimawandel auf nachhaltige Weise entgegenzuwirken? 

Mehr lesen

Mindestlohn – Goldene Regel oder Bulldozer?

„Jeder soll sich sein Frühstücksei leisten können“, sagte einst Bundeskanzlerin Angela Merkel, um zu verdeutlichen, dass sie bezahlbare Preise für Lebensmittel für alle Bevölkerungsschichten wünscht. Doch warum ist solch ein Satz überhaupt nötig? Offenbar braucht man ihn deshalb, weil es Arbeitnehmer gibt, die allein durch ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt nur schwer oder eingeschränkt bis gar nicht bestreiten können. Der Datenreport 2013 des statischen Bundesamtes belegt, dass trotz steigendem Durchschnittseinkommen die Armutsgefährdung in der Bevölkerung zunimmt. Als armutsgefährdet gilt dabei, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens bzw. des Medianeinkommens verdient. Für Singles liegt diese Grenze derzeit bei 952 Euro netto im Monat. Unterhalb dieser Schwelle befinden sich in Deutschland nicht weniger als 15,8 Prozent der Bevölkerung. Nicht zuletzt unter diesem Blickwinkel soll gemäß dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition am 1. Januar 2015 bundesweit ein allgemeiner Mindestlohn in allen Branchen eingeführt werden. Mehr lesen