Der Leviathan ist erwacht – die Große Koalition und die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft

Energiewende, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote… Die Liste der staatlichen Eingriffe, beschlossen im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, ist lang. Während wichtige nachhaltige Reformen wie diejenigen des Renten-, Steuer- und Gesundheitssystems trotz erdrückender parlamentarischer Mehrheit im Bundestag nicht angegangen werden, baut die Große Koalition mit ihrer geplanten Wirtschaftspolitik die Bürokratie weiter aus und verstärkt die Regulierung der deutschen Wirtschaft. Ökonomen und in erster Linie die Anhänger einer liberalen Wirtschaftsordnung befürchten, dass vor allem der damit einhergehende massive Ausbau des Wohlfahrtstaates die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig reduzieren wird. Insbesondere in Zeiten boomender Schwellenländer und der damit bevorstehenden Verschiebung der globalen Machtverhältnisse scheint es umso dringlicher, die deutsche Wirtschaft für den internationalen Wandel zu rüsten. Doch nach Jahren harter Reformen im Zuge der Agenda 2010 wird die unter Merkel begonnene Kuschelpolitik nun mit der SPD nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut. Mehr lesen

„Land Grabbing“ – trotz abwertenden Begriffs ein erfolgversprechendes Entwicklungsinstrument!

Im Zuge der Finanz- und Nahrungsmittelkrise 2007/2008 hat sich ein globaler Trend grenzübergreifender Agrarlandkäufe und -pachten entwickelt. Zwar gab es schon vor diesen Krisen Landveräußerungen auf internationaler Ebene (z.B. Landversteigerungen in Lateinamerika in den 1990er Jahren), doch handelt es sich aufgrund des erst in den letzten Jahren enorm angestiegenen Ausmaßes der Landgeschäfte um ein jüngeres Phänomen. Das Projekt „Land Matrix“ berichtet von insgesamt etwa 83,2 Mio. Hektar Agrarland, das seit dem Jahr 2000 seinen Besitzer gewechselt hat. Dies entspricht in etwa der Fläche von der Größe Mosambiks und stellt 1,7% der weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Nutzungsfläche dar. Die betroffenen Zielländer sind überwiegend Entwicklungsländer in Subsahara-Afrika, Südostasien und Lateinamerika. Während Menschenrechtler und die Medien in der Landnahme meist nichts weiter als eine Ausbeutung der ohnehin schon unterentwickelten Länder sehen Mehr lesen

Die Zombifizierung Europas – ein Appell gegen die Niedrigzinspolitik der EZB

Erst vor wenigen Wochen warnte Yves Mersch, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, vor einer „zombiehaften“ Entwicklung in Europa. Als „Zombies“ werden zahlungsunfähige Banken bezeichnet, die allein durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbank noch am Leben gehalten werden. Gleichzeitig jedoch hält die EZB – um die Zinsen für die Krisenländer zu drücken – weiterhin an einer lockeren Geldpolitik mit einem Leitzins auf einem Rekordtief von 0,5% fest. Damit bereitet sie den Nährboden für die von ihr selbst befürchtete Zombifizierung. Ein rasches Umdenken der Notenbanker ist daher dringend notwendig, um ein weiteres Anschwellen der Zombie-Blase zu verhindern. Die EZB muss den Leitzins wieder anheben und damit die Überflutung der Märkte mit billigem Geld stoppen. Nur auf diese Weise kann die Zombifizierung Europas aufgehalten und ein Crash riesigen Ausmaßes vermieden werden!

Das beste Beispiel für die großen Gefahren Mehr lesen